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Was haben Marusha, Donald Trump und The Undertaker gemeinsam? Richtig, sie würden vor Freude platzen wenn sie von diesem Spiel wüssten! Duke Nukem ballert sich nun auch auf dem Sega Master System durch die Gegend.. und lässt dabei keinen rosa Hasen am Leben!

Fakten

Entwickler/Herausgeber: Révo, Tibone & Calindro
Plattform: Sega Master System
Release: 25.02.2017
Genres: Shoot´em Up
Spieleranzahl: 1

Altersbeschränkung: Ab 16 Jahren

Entwicklung

Am 12. Mai 2015 enthüllte Révo aus Frankreich auf SMS Power! sein neuestes Projekt: Duke Nukem für das Sega Master System. Das Spiel basiert auf dem von Calindro programmierten Editor KiddEd. Mithilfe von eben jenem Calindro hat Révo erfolgreich an der Entwicklung dieses Hacks gearbeitet. Die Leveldesigns sind allesamt von Révo entworfen worden. Watain hat mit extra Artwork zur Entwicklung beigetragen, Maxim wird mit PCMenc erwähnt.
Tibone hat Soundtrack sowie Soundeffekte für das Spiel komponiert. Auf den Seiten 16 und 17 der Spielanleitung erklärt er alle Details zum Soundtrack ganz ausführlich. Manche Stücke hat er aus anderen Duke Nukem-Teilen, in 4 Kanälen, Master-System-tauglich gemacht. Dabei sind von Lee Jackson, Bobby Prince und Ratatat geschriebene Stücke. Als besonderes Extra ist der Soundtrack in Form einer Musikkassette dabei.
Das Cover zeigt das Sega-Logo, wobei das Spiel nicht von Sega lizensiert ist. Man wollte das Cover jedoch nach Vorlage eines originalen Master System-Spiels gestalten und präsentieren, weshalb das Logo zu sehen ist. Zur Veröffentlichung des Spiels kündigte Révo in einem Newsletter an, dass der erste Spieler, der das Spiel erfolgreich beenden würde, sein Geld zurückerhalten würde. Am Ende jedes Levels ist ein Wort vorzufinden, woraus sich nach erfolgreicher Beendigung ein ganzer Satz ergibt; diesen galt es Révo zu schicken. Ein Forenmitglied der Website Master System France durfte sich mit diesem Titel krönen.
Die Hülle ist brandneu, Cover und Spielanleitung in sehr guter Qualität (wobei die Anleitung von ihrer Form her nicht korrekt an die Hüllenform angepasst ist) und die Spielmodule sind gebraucht. Man hoffte zuvor, auch brandneue Spielmodule liefern zu können, doch dieser Plan konnte leider nicht umgesetzt werden. Das Cover der Musikkassette sieht ebenfalls klasse aus und die Titelliste ist auf die Innenseite gedruckt. Veröffentlichungstag war der 25. Februar 2017.


Duke Nukem für das Sega Master System inklusive Soundtrack auf MC

Gameplay

Die Vorgeschichte als Auszug aus der Spielanleitung: 2024, ein paar Roboter sind ziemlich schlau geworden. Insbesondere der eine, der vom Duracell-Unternehmen hergestellt wurde - ein pinker Hase mit sehr langer Batterielaufzeit. Um einen König formten sie eine gigantische Armee verschiedener Maschinen und seltsamer Tiere. Sie beschlossen, all die heißen Mädchen (sogar die rothaarigen) deines Landes, die MSUSNA (was für Mother Nation of the United States of North America steht; das Land, welches vor seiner Umbenennung durch Trump im Jahre 2019 als USA bekannt war) für Sex-Experimente zu entführen. Du, als Duke Nukem, musst den Hasenkönig finden und vernichten. Aber zuvor wirst du seine Armee in unterschiedlichen Levels auf der Erde und im Weltraum zerstören müssen. Also worauf wartest du? Lass uns rocken!
Mr. Trump wäre sicher hocherfreut über die Erwähnung seines Namens in diesem tollen Spiel!
Die Steuerung ist simpel: Taste 1 zum springen und Taste 2 zum schießen. Mit der Pausetaste gelangt man zu einem sehr interessanten Pausebildschirm.. Ein Spiel beginnt der Spieler mit 4 Leben, wobei sich viele Extraleben aus roten Boxen ergattern lassen. Sind alle Leben aufgebraucht, erscheint der Game Over-Bildschi.. nein, der You Suck!-Bildschirm und man hört die Klänge des berühmten Trauermarsches dazu. Der Undertaker würde sich sehr darüber freuen und wahrscheinlich Rest in Peace rufen. Mit 500 Bitcoins bekommt man allerdings automatisch ein weiteres Continue. Bitcoins sammelt man im laufenden Spiel in Form von Soda, Disketten, Footballs und Radios. Mit vier Sondergegenständen kann man zum Schluss ein Bonuslevel erreichen. Es gibt 10 verschiedene Arten von Monstern und dazu zwei Bosse, wobei ein Großteil der Gegner aus legendären, pinkfarbenen Duracell-Hasen besteht. Diese sind ziemlich stinkig drauf und werfen mit roten Wurfgeschossen auf Duke - nur Marusha würde sich bei dem Anblick dieser sauren Karnickel wohl noch freuen und wieder Somewhere over the Rainbow singen.
Sofort wird man auf dem Titelbildschirm von Duke Nukem begrüßt, der einen seiner berühmtesten Sprüche zum Besten gibt - und das in beeindruckender Tonqualität. Im ersten Level springt einem der funkelnde Nachthimmel ins Auge, der so auch nicht in jedem Master System-Spiel vorkommt. Generell verfügt das Spiel über eine sehr gute Grafik mit vielen kleinen Details. Das Leveldesign ist ab und an etwas merkwürdig, im großen und ganzen jedoch gut gelungen. Es sind viele, schöne Details vorzufinden: Risse in den Wänden, Kameras (die auch als Plattformen dienen), kleine Lüftungsschächte oder Kisten mit klarer Holzstruktur. Auch Steinböden-und Wände sehen sehr gut aus. Sogar die verängstigt dreinschauenden, fliegenden Flammen sind toll - um noch einmal die Gegner im Spiel zu erwähnen.
Duke verliert ein Leben, wenn er eine sogenannte rote Zone berührt; das sind kleine rote Bälle, die überall im Spiel zu finden sind. Man kann auch in Gruben fallen. Die Level variieren alle stark in Aufbau und Farbschema, was sehr viel Abwechslung mit sich bringt. In einem Level fliegt Duke mit einem Jetpack durch die Gegend - untermalt von einem wirklich genialen Musikstück - und schießt dabei verschiedene Gegner ab. Ein weiterer Level spielt in einer Höhle aus erfrischenden grau-und grüntönen. Einmal stellt sich Duke sogar an einen Arcade-Automaten, um einen weiteren Level zu spielen der den Umfang an Abwechslung noch einmal vergrößert. Die Musik ist auch perfekt an die Atmosphäre der jeweiligen Level angepasst. Am Schluss jeder Runde sammelt Duke ein süßes, kleines Master System ein.
Steuerung und Sprungphysik sind zuverlässig und sehr gut ausbalanciert. Es gibt auch keinerlei Bugs, was wirklich Spitzenklasse ist. Wird es Duke zu langweilig, weil man selbst wegen einer Überdosis Kamillentee am Fernseher eingepennt ist, zückt er eine Kippe und zieht genüsslich daran - sehr geil!

Gordman´s Meinung

Duke Nukem gefällt mir größtenteils richtig gut. Nur das Leveldesign ist ab und zu etwas eigenartig. In Level 3 bekommt man die Möglichkeit, mit einem Motorrad zu fahren. An einem bestimmten Punkt kommt man ohne dieses Motorrad nicht weiter; es handelt sich dabei um eine bestimmte Plattform, die man mit einem normalen Sprung nicht erreichen kann. Das Resultat ist ein verlorenes Leben und ich finde das dieser Level, der bei den ersten Spielversuchen ohnehin viele Leben kostet, auch ohne diese Barriere zu bewältigen sein sollte. Man sammelt zwar eine große Menge an Leben ein und bekommt viele Continues, doch mir geht es ums Prinzip das so eine Stelle nicht sein müsste. Viele Spiele haben solche Fallen und ich persönlich bin kein Fan davon. Unfair geht es teilweise auch in Level 7 zu. Eine Stelle fiel mir so schwer zu überwinden, dass ich es teilweise aufgab. Doch bewegt man sich an diesem Punkt vollkommen im Schatten und muss eine ganze Weile rumprobieren. Im letzten Level fiel ich in eine Grube, in der sich aus Reflex das dortige, schädliche Objekt zerstörte. Leider war ich danach in dieser Grube gefangen, da es weder einen Ausweg, einen Timer oder eine Selbstzerstörungsfunktion gibt. Resultat: Neustart, obwohl ich über 10 Leben im Gepäck hatte. Man muss wirklich kontinuierlich dranbleiben, wenn man das Ende sehen möchte. Trotz der Kritik hat mich das Spiel immer wieder an sich gezogen.
Der Humor des Spiels ist ein bisschen typisch Duke Nukem, aber auch ein bisschen typisch Révo. Auch wenn viele Leute seine Sichtpunkte nicht teilen, habe ich mich mit dem Humor des Spiels angefreundet je öfter ich es gespielt habe. Wenn man eine vollständige Sammlung für diese Konsole besitzt, dann sticht Révo´s Hommage an Duke Nukem definitiv heraus. Und nicht umsonst empfiehlt er diesen Titel nicht an Jugendliche unter 16 Jahren.
Die fliegenden Roboter sollen Duke laut Spielanleitung verfolgen und können, wenn sie nicht abgeschossen werden, Fehler im Spiel erzeugen. Allerdings konnte ich nichts dergleichen feststellen. Es lässt sich nur vermuten, dass es etwas mit einem Geheimnis zu tun haben könnte.
Spiel und Verpackung sind echt super geworden, nur ein paar kleine Schreibfehler haben sich eingeschlichen. Die fabrikneue Hülle gefällt mir besonders gut und es war ein tolles Gefühl, sie das erste mal in der Hand zu halten. Vom Gesamtpaket her ist Duke Nukem ein Spiel, das man als Master System-Fan definitiv auf dem Schirm haben sollte. Révo wird es sicherlich auch nicht ewig herstellen. Grafik, Spielgefühl und Musik sind klasse und besonders Tibone hat sich mit dem Soundtrack selbst übertroffen. Er sollte auf jeden Fall weiter Musik für die 8-Bit-Legende komponieren. Ich bin außerdem erstaunt darüber, was die Engine von Alex Kidd in Miracle World so alles leisten kann. Schade, dass nie ein offizieller zweiter Teil dieses legendären Spieltitels, basierend auf dieser Engine, erschienen ist. So behält der erste Teil allerdings seine spezielle Magie. Duke Nukem besitzt außerdem noch einen hohen Wiederspielenswert, denn zum Schluss winkt unter bestimmten Umständen eine kleine Bonusrunde. Ein klasse Videospiel mit einer klasse Geschichte um die legendären Duracell-Plüschhasen!



Erhältlichkeit

Duke Nukem ist bei Révo via e-mail an mmmrevolution@gmail.com bestellbar und aktuell ausverkauft - nächste Lieferung ist für 2018 geplant (Stand Juni 2017). Auf SMS Power! gibt es die finale Demo für Emulatoren zum herunterladen.



Links

- Gameplay Video auf Youtube:
Duke Nukem Ultra Final Demo SEGA Master System Emulicious 60Hz
- Download Duke Nukem Demo:
www.smspower.org/Hacks/AlexKiddInMiracleWorld-SMS-DukeNukem-Mod

All screenshots and photos used in this article belong to their respective owners and are just for information. Thanks to SMS Power! for the screenshots.


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