Aktuell hole ich einige alte Shows der WCW aus dem Jahre 1997 nach. Jene Shows, die um 2001 herum als Wiederholungen beim damaligen DSF ausgestrahlt wurden. Einer der Hauptgründe, warum ich bis heute Wrestlingfan geblieben bin, ist Mortis, dargestellt von Chris Kanyon. Chris gab 1992 sein Debüt und teamte später in der WCW mit Mark Starr unter dem Teamnamen Men at Work. Spät im Jahre 1996 wurde das Team aufgelöst und Mark Starr, der im Sommer 2013 an einem Herzinfarkt verstarb, war fortan als Jobber unterwegs, bis er 1998 aufgrund anhaltender Rückenprobleme seine Wrestlingkarriere beendete. Er war ein guter Wrestler, der das Schicksal einiger Kollegen zu dieser Zeit teilte und sich Woche für Woche besiegen lassen musste. Seinen Partner, Chris Kanyon, steckte man Ende 1996 unter eine Maske, die einem Totenkopf ähnelte: Man gab ihm das Gimmick des Mortis. Dieses Wort ist aus der lateinischen Sprache und bedeutet ´Tod´. Er bekam mit James Vandenberg einen erstklassigen und verrückten Manager an seine Seite und man startete die ´Blood Runs Cold´-Storyline mit Fehdengegner Glacier, die sich über das gesamte Jahr 1997 erstreckte. Mortis und Glacier sollten in dieser Fehde zwei Charaktere repräsentieren, die an Reptile und Sub-Zero aus Mortal Kombat erinnern. Und das, obwohl die Figur des Mortis sich laut der Storywriter eigentlich an Ghost Rider orientierte. Glacier war in dieser Fehde meistens der Sieger und wurde sehr stark gepusht: Er war im TV lange ungeschlagen. Bemerkenswert ist dabei, dass Mortis erstmalig im Dezember 1996 während einer WCW-Tour durch Deutschland auftrat und Glacier dabei einmal besiegen konnte. Das war am 14. Dezember 1996 in Minden, nachdem er in den drei Shows zuvor in Baunatal, Braunschweig und Siegen gegen Glacier verlor. Dennoch war Glacier so gesehen bereits von Mortis geschlagen worden, bevor die Storyline im März 1997 im TV so richtig losging. Doch Houseshow-Ergebnisse hatten ja noch nie eine große Wertigkeit. Chris Kanyon verkörperte die Figur des Mortis auf seine ganz eigene Weise: Während der Undertaker in der WWF stets düster und ernst war, war Mortis zwar ein düster dargestellter Charakter, der mich jedoch sehr an Skelletor erinnert und - gewollt oder ungewollt - für den einen oder anderen Lacher sorgen konnte. Laut Storyline war Mortis im fernen Osten unterwegs und lernte dort Martial Arts, was von ihm und Glacier stets in deren fest Matches eingebunden wurde (Glacier verwendete ebenso Martial Arts in seinen Matches). Chris war ein hervorragender Wrestler, wenngleich ich zugeben muss, ab und an mal ein paar unnötige Schusseligkeiten in seinen Matches wahrgenommen zu haben. Doch zu einem sauber ausgeführten Maneuver gehören immer zwei Wrestler! Sein Entrance wurde - wie das von Glacier auch - von einer starken Lasershow untermalt. Zu seinen Maneuvern als Mortis gehörten beispielsweise der Mortis Kick (ein Muay Thai Roundhouse Kick), der Rocker Dropper (eine Art Fame Asser vom obersten Ringseil) und der Flatliner (Reverse Russian Leg Sweep vom mittleren Turnbuckle). Trainiert wurde er u.a. von Afa und The Fabolous Moolah. Die Fehde zwischen Mortis und Glacier wurde später zu einer Tag Team-Fehde erweitert und man stellte Wrath (a.k.a. Adam Bomb) an die Seite von Mortis und Glacier bekam ´The Cat´ Ernest Miller als Partner. Alles sehr gute Leute. Im Laufe des Jahres 1997 hatte Mortis einige gute Matches,  beispielsweise gegen Curt Hennig, den Ultimo Dragon und Diamond Dallas Page. Oft hatte er mexikanische Luchadores wie Psychosis, La Parka oder Silver King als Gegner im Ring. Besonders gegen Psychosis war des öfteren ein Highlight, denn wenn er Psychosis mit Punches traktierte, klang der mexikaner so als würde man gegen einen Luftballon hauen (in dem Fall ist Psychosis´ Kopf also ein Luftballon). Ich finde, Mortis konnte seine Gegner besser verkaufen als sich selbst. Wenn er auf den Rücken fiel, fiel er auf die Schulterblätter und federte noch einmal ab bevor er landete. Diese tolle Art des Abfederns beherrschte er perfekt und man erkennt es in seinen Matches sehr deutlich. Ich kenne außer ihm nur Shawn Michaels, der darin so gut ist. Hat Mortis kassiert, dachte man als Zuschauer nur: "Au!". Auch wenn er in dieser Rolle einen Push bekam und gute Gegner hatte kam er nie über die obere Midcard hinaus, wenngleich er oft in den aufgezeichneten Main Events von WCW Saturday Night zu sehen war. 1998 verlor er dann das Gimmick des Mortis. Mortis wollte dem Raven´s Flock beitreten, doch Raven sagte, dass er ihn nur dann aufnehmen würde, wenn er DDP um dessen WCW U.S. Championship bringen könnte. Dies schaffte Mortis natürlich nicht und er wurde von Raven mit einem DDT auf die Entrance-Rampe gehämmert. Von dortan legte er die Maske ab und attackierte Raven beispielsweise als Fan oder Security. In diesem Jahr nahm Kanyon sich eine kleine Auszeit, um als Stuntman und Stunt-Koordinator am Film ´The Jesse Ventura Story´ mitzuwirken. Dazu wirkte er am Film ´Ready to Rumble´ mit. Nachdem die WWE die WCW aufkaufte, wurde Chris Kanyon leider nur noch als Jobber eingesetzt, bis er 2004 nach einer Verletzung endgültig von WWE entlassen wurde. Ein Jahr zuvor trat er sogar als lilafarbener Mortis in einigen WWE Houseshows auf und sollte so auch ins TV zurückkehren, was jedoch nie geschah. Er hatte als Kanyon sogar ein Match für TNA absolviert, zerstritt sich jedoch mit dem TNA-Management. Das finde ich sehr schade, denn er hätte gut bei TNA reingepasst, ob als Kanyon oder Mortis. Man hätte in der WCW soviel mehr aus dem Mortis-Persona machen können. Doch nachdem die Idee zur Fehde mit Glacier nicht so fruchtete, wusste man aus kreativer Sicht nicht mehr weiter. Dabei hatte man mit dieser Figur etwas, das neben der nWo und den Top-Faces der Company richtig herausstach; ein sehr starkes Grusel-Gimmick, das man in vielen Variationen hätte weiterentwickeln können. Doch er bekam ja auch nie wirklich die Möglichkeit, sich in Promos zu beweisen. Dafür hat Hollywood Hogan Woche um Woche denselben Mist geschwafelt. Nach einer dennoch erfolgreichen Zeit, in der Chris in der WCW regelmäßig vor tausenden Zuschauern auftrat und dann von der WWE so schlecht behandelt wurde, wurde er depressiv. Er litt an einer bipolaren Störung und verkündete seinen Rücktritt vom Wrestling am 5. April 2007. Zwei Jahre zuvor stieg er sogar noch für Benefiz-Shows in den Ring, die den Opfern des Hurricanes Katrina gewidmet waren. Im Januar 2010 wrestlete er sogar noch einmal als Mortis an der Seite seines alten Managers James Vandenberg (der bei TNA als James Mitchell eine Zeit lang Abyss managte) bei einer Independent-Show; was auch bedeutet, dass er nie wirklich aufhören konnte und wollte. Im darauffolgenden Februar bestritt er das letzte Match seiner Karriere gegen Brutus Beefcake. Chris outete sich 2006 als homosexuell, was bei Vince McMahon grundsätzlich auf Ablehnung stößt. Vielleicht hat man 2004 nur auf die Chance gewartet, ihn irgendwie entlassen zu können. Er gestand später mal in einem Interview, dass er sich im September 2000 das Leben nehmen sollte. Zehn Jahre später, nur zwei Monate nach seinem letzten Wrestlingmatch, fand sein Bruder ihn in seinem Apartment auf. Chris nahm eine komplette Flasche Anti-Depressiva. Er hinterließ eine Nachricht an seine Familie, in dem er sie um Vergebung bat. Viel zu früh ist dieser Mann, einer meiner absoluten Lieblingswrestler, im Alter von nur 40 Jahren aufgestiegen. Er hatte so viel Talent, welches nie genutzt wurde. Im Jahre 2011 erschien sein Buch ´Wrestling Reality: The Life and Mind of Chris Kanyon - Wrestling´s Gay Superstar´. Ich überlege, mir dieses Buch zuzulegen. Chris hat es mithilfe des Journalisten Ryan Clark geschrieben und es war laut Clark fast fertig, bevor Chris verstarb. Clark schrieb wohl große Teile des Buches zum Schluss selbst, damit es fertiggestellt werden konnte. Doch es soll wohl Ungenauigkeiten geben. Dennoch wurde das Buch sehr gelobt und Chris geht mit seinen ehemaligen Kollegen hart ins Gericht. Andererseits soll das Buch trotz der offenen Kritik sehr herzerwärmend sein. Ich denke ich werde es lesen, denn es wird sicher sehr interessant wie ich über ihn selbst und seine Karriere denken werde wenn man den Text, den ich hier verfasst habe, später mit meiner neu beleuchteten Ansicht vergleichen wird. Außerdem empfinde ich ihn als sehr ehrlich, weshalb es mich interessiert was er über seine ehemaligen Kollegen geschrieben hat. Jim Ross schrieb damals, dass es immer Kanyons Traum war zu wrestlen und das sein Karriereende sich mit seinem Outing fast überschnitt, dies vielleicht zuviel für ihn war um es ganz zu bewältigen. J.R. erwähnte auch, dass Chris einen College-Abschluss sowie eine Ausbildung als Physiotherapeut hatte. Dennoch gelang es ihm nicht, dem Wrestlingbusiness fern zu bleiben. Obwohl immer zwei Seiten die Verantwortung trügen, regte er an, das die Ligen aus allen Sportarten sich mehr dafür engagieren sollten, ihre Athleten bei dem Übergang in ein Leben nach der aktiven Karriere zu helfen. Anfang Mai 2010 äußerten sich Chris´ Freunde in einem Artikel des Power Slam-Wrestlingmagazins über den möglichen Auslöser seines Ablebens. Nach den Worten seiner Freunde trug die TNA Impact-Ausgabe vom 29. März 2010 erheblich dazu bei, da Orlando Jordan dort erstmals mit seinem bi-sexuellen Gimmick auftrat. Man wollte damit nur billige Heat ziehen, anstatt für Toleranz und Akzeptanz zu kämpfen. Für Chris soll dies zuviel gewesen sein, da seine Homosexualität sein wahres Leben war. 2013 outete sich Darren Young als homosexuell, woraufhin die WWE ihn dazu beglückwünschte und ihm Unterstützung zusicherte. Ich halte das für scheinheilig. Jetzt könnte man natürlich sagen: "Hey, die WWE hat sich ja diesbezüglich endlich geändert!". Doch ich glaube da nicht wirklich dran. Schade, dass ich nie die Chance erhalten habe, Chris Kanyon einmal live im Ring sehen zu dürfen. Das ein so liebenswerter, verrückter Kerl an solch einer Depression leiden musste, ist sehr ungerecht. Ich werde seine alten Matches als Mortis immer wieder auspacken und es genießen, wie er sich mit La Parka, Glacier, Meng & Co. ordentlich auf die Muschel gehauen hat. Unvergessen, Chris Kanyon.

Laut einer Studie werden die Zuschauer der WWE-Shows in den U.S.A. immer älter. Zur Attitude-Ära im Jahre 2000 war der durchschnittliche Wrestlingfan ca. 28 Jahre alt, 2006 um die 33 Jahre. Letztes Jahr waren die Zuschauer sogar zwischen 40 und 50 Jahre. Zur Attitude-Ära waren die meisten also im späten Teenager-Alter und sind dem Produkt bis heute treu geblieben. Warum wohl? Die Attitude-Ära war einfach die geilste Zeit, und das sage ich nicht nur, weil ich in das angegebene Altersfenster passe :D Die harte Gangart, die Promos und Matches (die oft nicht hochwertig, aber spannend waren) waren es, die mich als Teenie auch am Bildschirm gehalten haben. Heute freue ich mich besonders, wenn im aktuellen WWE-TV auch die alten Gesichter wie Goldust, The Big Show oder seltener The Rock zu sehen sind. Gangrel und Jeff Jarrett 2016 live bei wXw zu sehen war für mich ein Traum. Ich finde dahergehend auch, dass Vince McMahon sich mit der PG-Ära, die es vorsah mit kinderfreundlichem Programm die nächsten Generationen an Zuschauern zu sichern, ordentlich ein Ei gelegt hat. Die Chance, dass diese Kinder auch in 30-40 Jahren noch Wrestling verfolgen, so wie es die Kinder der 90er/2000er heute tun, ist ziemlich gering. Die Shows haben so an Härte abgebaut, dass sich heute niemand mehr an den Summerslam 2015 erinnert. Wenn jedoch die Frage aufkommt, ob man sich nicht gemeinsam den Summerslam 2000 ansehen möchte, dann sind alle mit dabei. Als Braun Strowman in diesem Jahr das legendäre Backstage-Segment mit Roman Reigns drehte und diesen dabei völlig zerstörte, empfand ich es als Zuschauer als absoluten Meilenstein der gegenwärtigen WWE. Das war pures Attitude. Nach all den fehlgeschlagenen Versuchen, das E im WWE-Namen in den Vordergrund zu stellen, könnte man doch einfach wieder zurück zu den Wurzeln gehen. Passende Leute hat man dafür allemal, um Dean Ambrose und Bray Wyatt als Beispiele anzuführen. Ich stelle jetzt auch einfach mal die Theorie auf, dass es in 30 Jahren nicht mehr so gute Wrestler geben könnte wie heute. Su Yung wollte Wrestlerin werden, nachdem sie in jungen Jahren hellauf von Scott Steiner begeistert war. Es gibt zwar gegenwärtig dutzende toller Vorbilder, doch diese müssten in meinen Augen ganz anders eingesetzt werden. Sprich: Mehr härte und mehr Moves zeigen dürfen. Das jüngere Publikum wird generell wohl mehr das Internet nutzen, um sich über die aktuellen Geschehnisse zu informieren. Youtube fühlt sich für mich aber irgendwie falsch an; es vor dem TV zu sehen ist doch etwas anderes. Ohne das Internet würde ich das Wrestling offen gestanden heute wohl auch nicht mehr verfolgen, denn Ligen wie Shimmer, Chikara und wXw hätte ich ohne das Internet wohl nie entdeckt, und somit auch nicht UltraMantis Black, Kana oder Bad Bones. Zusammengefasst wird das gesamte Fernsehen in der Zukunft wohl ohnehin etwas "kleiner", doch ich hoffe das die WWE nach dem Ende der Ära des Vince McMahon die Kurve noch einmal bekommen wird. Viele sind gespannt, wie die WWE sich nach Vince entwickeln wird. Er ist eine Kultfigur und konnte schon für viele geniale Momente in-und außerhalb des Rings sorgen. Und ich wünsche ihm nichts Schlechtes, ganz im Gegenteil. Doch wenn Triple H schon sauer wird, weil seine bei NXT mühsam aufgebauten Superstars total verheizt werden wenn sie bei Raw und SmackDown ankommen, dann muss etwas Wahres dahinter stecken. Triple H, und wahrscheinlich auch Steph, wissen genau was die Fans wollen. Sie haben nur keinerlei Chancen, die Wünsche der Fans umzusetzen damit die WWE endlich richtig in der Gegenwart ankommt. Wenn ich das SmackDown-Debüt von Shinsuke Nakamura als Beispiel anführe, der normalerweise sofort eine Fehde um den WWE Championship hätte bekommen sollen statt sich mit Knatterkürbissen wie Dolph Ziggler herumschlagen zu müssen, dann kann ich Hunters Empfindungen mehr als nachvollziehen. Nur wird es leider so sein das Megastars wie AJ Styles wahrscheinlich längst zurückgetreten sein werden, wenn Vince McMahon seine Position als Chairman der WWE nicht mehr inne haben wird. Und das finde ich schade.

Hat zufällig noch jemand die Kairi Hojo-Verabschiedung von Stardom vom 04.06.2017 gesehen? Es war eine super Show, die damit endete das Kairi ein Match gegen 10 Stardom-Wrestlerinnen nacheinander bestritt, die jeweils eine Minute Zeitlimit hatten. Zuvor hatte sie bereits ein ordentliches 6-Women-Tag Team Match und war dementsprechend schon etwas außer Puste. Die ersten zwei Matches konnte sie sogar gewinnen, es folgten ein paar Time Limit Draws *lol* und sogar ein Pinfall gegen sie, doch die Emotionen kochten schon während dieser interessanten Gauntlet-Match-Variaton hoch. Die Verabschiedung nach diesem Match dauerte mit Sicherheit eine halbe Stunde an und neben Kairi hatten ihre Kolleginnen, die auch alle ihre Freunde sind, ihr etwas zu sagen. Zumindest, so gut sie konnten. Es liefen so viele Tränen, so viele habe ich vorher noch nie auf einmal gesehen. Wenn ich nur nicht so nahe am Wasser gebaut wäre.. allein ihre Einzugsmusik bringt mir schon pure Gänsehaut ein. Viele konnten vor Tränen nicht sprechen, doch zum Dank von Mayu Iwatani und Jungle Kyona gab es auch einige Lacher. Kairi sagte, als sie vor fünfeinhalb Jahren bei Stardom angefangen hatte, sie sich nie für besonders gut hielt. Nach ihrem ersten Match gegen Yuzuki Aikawa hatte sie eine blutende Nase und fühlte sich alles andere als cool. Sie hielt sich für schlecht, ungeschickt, unattraktiv und empfand sich selbst niemals als gute Wrestlerin. Eines Tages jedoch realisierte sie, dass sie einfach nur sie selbst sein solle und nicht versuchen sollte jemand zu sein der sie nicht ist. Und die Fans unterstützten sie weiter. Sie sagte, dass alle in ihrer Familie und bei Stardom unersetzlich seien und sie dort einen Schatz gefunden habe. Sie hat Angst vor dem was auf sie zukommt, doch sie hat in den fünfeinhalb Jahren viel gelernt und ist vorbereitet. Sie wird Stardom nie vergessen und mit jedem Schritt den sie geht, wird sie sich an Stardom erinnern und lächeln. Io Shirai war eine der wenigen, die nicht mit Tränen in den Augen zu Kairi sprachen und sagte dass, auch wenn es immer schmerzhaft, schmerzhaft und nochmals schmerzhaft war, sie immer Mayu und Kairi an ihrer Seite hatte. Jeder respektiert Kairi´s Intelligenz und ihr stets starkes Herz. Sie sei eine wundervolle Person. Sie mag vielleicht einsam sein, doch solange sie im Ring immer wieder aufsteht, können ihre Freunde sie von überall sehen. Sie werden Stardom in ihr sehen können, und auch wenn die Welt groß ist, sind sie durch den Ring miteinander verbunden. Kairi wird auf eine Reise gehen, doch Io hofft, ihr irgendwo auf der Welt zu begegnen und wünschte ihr viel Glück. Wow, das war die Ansprache eines echten Champions wenn ihr mich fragt. Diese Aussage mit der dazugehörigen Mimik lässt mich erahnen, dass Io NICHT bei WWE unterschrieben hat. Die Aussage war auf die mittlere bis ferne Zukunft bezogen. Der Zusammenhalt unter allen Stardom-Mitgliedern ist größer als ich es je irgendwo anders gesehen habe. Die treffen sich nicht nur zum Wrestling alle paar Tage in anderen Hallen, sondern das sind richtige, echte Freunde. Kairi war für alle, die aktuell Newcomer und baldige Newcomer sind, so etwas wie eine liebevolle Lehrerin. Und diese endlose Dankbarkeit hat sie an diesem Abend vollständig erfahren. Wie ich bereits in meinem letzten Eintrag schrieb, muss jeder bei WWE von vorn beginnen. Daher kann ich ihre Angst verstehen, denn es ist nicht nur eine neue Liga, sondern ein neues Land. Ein Land, das ganz anders ist als ihre Heimat. Für uns deutsche sind die japanischen Sitten und Gebräuche sicher auch seltsam, und umgekehrt genauso. Kairi hat in den U.S.A. jedoch das Glück, zumindest eine Zeit lang mit Kana zusammen bei NXT unterwegs zu sein. Und jemanden wie Heidi Lovelace (a.k.a. Ruby Riot) an seiner Seite zu haben ist auch ein absoluter Pluspunkt. Laut aktuellen Berichten wird Kairi Hojo beim geplanten Frauenturnier der WWE dabei sein.. und ich lege meine Hand ins Feuer, dass sie es gewinnen wird. Welch dämlichen Namen sie ihr vielleicht auch geben werden, ich werde Kairi´s Werdegang verfolgen und sie unterstützen. Obwohl ich sie noch nicht lange kenne, haben mich ihre Matches und besonders ihre warmherzigen, humorvollen Promos bei Stardom sehr begeistert. Io Shirai hat absolut recht, Kairi Hojo IST eine wundervolle Person. Ich würde soweit gehen zu sagen das, wenn die Welt nicht von machthungrigen Leuten angeführt werden würde die sich alle gegenseitig an den Kragen wollen, wir mit Kairi Hojo einen so herzensguten Menschen ganz oben hätten, zu dessen Dank es wohl das gäbe, was wir bei Star Trek im Jahre 2200 haben: Weltfrieden. Also lasst Euch gesagt sein: Jemanden wie Kairi Hojo gibt es kein zweites mal.

Mit diesen Worten beende ich meinen heutigen Eintrag. Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten mal!

Gordman


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